Le banc d'Arguin

Ein ökologisches Ausflugsziel

Heller Sand und klares Wasser, ein Refugium für Meeresvögel und Ankerbuchten wie vor einer einsamen Insel … All das macht das Naturschutzgebiet Banc d’Arguin in der Mündung der Bucht von Arcachon so reizvoll und zieht Skipper, Austernzüchter und Naturliebhaber, die großen Respekt vor diesem Ort haben, in ihren Bann. Die bei Ebbe vier Kilometer lange und zwei Kilometer breite Sandbank ist die größte ihrer Art am gesamten Küstenstreifen des Departements Gironde. Sobald man den Sand berührt, hat man dieses unglaubliche Gefühl, einen magischen und einzigartigen Moment zu erleben. Einfach paradiesisch!

Frische Luft und große Weiten

Seit Jahrzehnten unverändert? Keineswegs! Die Sandbank von Arguin verändert sich ständig unter den Einwirkungen von Wind und Meeresströmungen. Hier regiert die Natur! Auf den Inseln wächst die für die Küstenbereiche im Südwesten Frankreichs typische Flora, darunter einige geschützte Arten wie das Echte Leinkraut und das Gewöhnliche Seegras. Zudem beherbergen sie viele besonders geschützte Tierarten. Auf der Sandbank nisten viele Vögel wie die Brandseeschwalbe oder der Austernfischer. Das Naturschutzgebiet ist auch bedeutend für viele überwinternde und wandernde Tierarten.

 

Ein außergewöhnlicher, schützenswerter Ort

Die Sandbank ist nur mit dem Boot erreichbar. Außerhalb der gekennzeichneten Schutzzone ist sie das ganze Jahr über frei zugänglich. Besichtigungen finden regelmäßig statt. Sie steht seit 1972 unter Naturschutz und unterliegt strengen Vorschriften. Demnach ist Hunden der Zutritt untersagt und es ist verboten, auf der Sandbank zu jagen, Pflanzen zu zerstören oder zu entwenden, auf irgendeine Art zu kampieren und Müll zu hinterlassen. Boote dürfen von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang nicht vor Anker liegen.

 

Eine weitere Banc d’Arguin in Mauretanien

Woher kommt eigentlich der Name Arguin? Sein Ursprung ist ungewiss. Sicher ist, dass in Mauretanien auch eine Banc d’Arguin existiert, deren Bezeichnung auf ein berberisches Wort für eine autochthone Pflanze zurückgeht. Im Jahre 1816 war das afrikanische Pendant der Schauplatz eines Schiffsunglücks: Die französische Fregatte Méduse lief auf die Sandbank auf. Nur wenige Jahre nach der Tragödie zeichnete der Ingenieur Paul Monnier Arguin zum ersten Mal auf einer Seekarte der Bucht von Arcachon ein. Vielleicht erfüllten ihn die gefährlichen, für unzählige Schiffbrüche bekannten Meerengen mit Ehrfurcht. Oder die Landschaft erinnerte ihn an den mauretanischen Küstenstreifen.